Newsletter 27

20. Mai 2015

Aktionen für einen Deportations-Gedenkort
In den vergangenen Wochen haben wir mehrere Aktionen gestartet, um zu erreichen, dass endlich einen Gedenkort am einstigen Deportationsbahnhof an der Quitzow- und Ellen-Epstein-Straße errichtet wird. Die Verantwortung für die Errichtung des Mahnmals hat der Bezirk Mitte mittlerweile dem Senat übergeben. Dieser hat sich bereit erklärt, den Wettbewerb für einen Gedenkort zu bezahlen. Die Finanzierung des Mahnmals selber jedoch soll aus Mitteln der Lottostiftung erfolgen. Die Entscheidung darüber erfolgt im Juni.
Um auf eine positive Entscheidung hinzuwirken haben wir
1. einen offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller verfasst, der Vorsitzender des Lotto-Stiftungsrats ist,
2. eine Online-Petition zur Unterstüzung des Antrags gestartet,
3. gestern Nachmittag eine 5 Meter lange Tafel an der Ellen-Epstein-Straße aufgestellt mit dem Hinweis: „Von hier fuhren Züge ins Gas“. Jeden Tag fahren Tausende entweder mit dem Auto direkt an diesem großen Schild vorbei oder mit dem Zug zum Hauptbahnhof.
Mehr Informationen dazu hier:
www.sie-waren-nachbarn.de/2474
www.sie-waren-nachbarn.de/2517
petition.sie-waren-nachbarn.de

Schild

Vereinsgründung
Im April haben wir nach einiger Vorbereitungszeit beschlossen, die Initiative „Sie waren Nachbarn“ zu einem gemeinnützigen Verein mit dem gleichen Namen umzuwandeln. Der Grund dafür ist, dass wir dann als „juristische Person“ mehr Handlungsmöglichkeiten haben, was Aktivitäten in einem bestimmten Rahmen betrifft. Die Entscheidung war bei uns nicht unumstritten, wurde letztendlich aber von allen Mitgliedern mitgetragen. Die Gründungsversammlung hat am 30. April stattgefunden.

Unterstützerkreis
Um unsere Arbeit ausweiten zu können planen wir die Schaffung eines Unterstützerkreises. Die genaue Struktur im Zusammenhang mit dem Verein ist noch nicht geklärt. Wer Ideen und/oder Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich aber gerne schon bei uns melden.
mail@sie-waren-nachbarn.de

Eigene Adresse
Unsere bisherige Postfachadresse ist ab sofort nicht mehr gültig. Bisher haben wir das Postfach als „Untermieter“ mit benutzt. Ab sofort haben wir einen Briefkasten im Stadtschloss Moabit. Dies ist jedoch nur die Postadresse, ein Büro o.ä. von uns existiert dort nicht.
Anschrift:
Sie waren Nachbarn
Rostocker Str. 32
10553 Berlin

Website-Relaunch
Anfang Mai wurde unsere Website www.sie-waren-nachbarn.de optisch neu gestaltet. Zusätzlich ist die Struktur verändert geworden, so dass sie jetzt übersichtlicher ist. Die Internetseite zur Kampagne „Ihr letzter Weg“ wurde ebenfalls integriert, sie ist nicht mehr als eigenständige Website online.