Schicksale

Aus dem Gebiet des heutigen Moabit wurden zwischen 1941 und 1945 mehr als 1.900 Juden deportiert. Die meisten von ihnen wurden in den Lagern von Auschwitz, Theresienstadt oder Minsk ermordet. Es wird geschätzt, dass etwa genauso viele Juden ihrer Deportation und Ermordung durch die Flucht ins Ausland entgingen. Viele emigrierten nach Palästina ins Gebiet des heutigen Israel, in die USA oder nach Großbritannien. Anders schafften es nur nach Frankreich oder in die Niederlande und fielen dort den Nazi-Häschern doch noch in die Hände.

Leider sind nur über sehr wenige deportierte Juden aus Moabit Informationen bekannt. Sie werden ggf. an dieser Stelle erweitert. Als Quellen wurden das Gedenkbuch Berlin sowie die Datenbank von Yad Vashem genutzt, außerdem zahleiche Einzelquellen. Trotzdem ist davon auszugehen, dass die Daten unvollständig sind.

Sie haben hier die Möglichkeit, eine Liste der über 1.900 bekannten Moabiter Opfer als PDF-Datei herunterzuladen, sortiert nach NAMEN oder nach ADRESSEN.
Bei rund 80 Prozent ist das genaue Datum des Todes nicht bekannt, in diesem Fall wurde der Tag der Deportation angegeben. Leider muss man davon ausgehen, dass fast alle Deportierten auch ermordet worden sind.
Bei Angaben wie Theresienstadt >> Auschwitz  ist zwar der Tag der Deportation (in diesem Beispiel nach Theresienstadt) bekannt, nicht aber das Todesdatum (wie hier in Auschwitz).
In der Liste befinden sich auch rund 40 Namen mit dem Hinweis Freitod. Diese Menschen haben sich  selbst umgebracht, um ihrer Deportation zu entgehen.
Die Abkürzung D steht für Deportationsdatum, T für Todesort.
Stadtplan der Deportierten