Geschichte

Am 9. November 1938 wütete der Mob in Moabit wie im übrigen Deutschland. Augenzeugen berichten von Plünderungen und Zerstörungen, die sogar die HJ bewogen, ab dem 10. November zerstörte Juweliergeschäfte, z.B. in der Jagowstraße, zu bewachen, weil der plündernden Normalbevölkerung nicht anders Einhalt zu gebieten war. In dieser Nacht wurde auch die Synagoge in der Levetzowstraße geschändet und beschädigt.

1941 begann das letzte Kapitel der Judenverfolgung. Nachdem die jüdische Gemeinde gezwungen worden war, ein Sammellager für 1.000 Juden und Jüdinnen in der Synagoge Levetzowstraße einzurichten, begannen am 18. Oktober 1941 die Deportationen.
Bis zum März 1945 verließen insgesamt 63 „Osttransporte“ mit ca. 35.000 und 117 „Alterstransporte“ mit 15.000 jüdischen Menschen Berlin in Richtung der Vernichtungslager und Ghettos.