Einweihung des Gedenkorts Güterbahnhof Moabit

Am 16. Juni ist der Gedenkort Güterbahnhof Moabit eingeweiht worden. Frau Weißler, die zuständige Bezirksstadträtin, wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass es nach über 25 Jahren der Zusammenarbeit von Einzelpersonen, Initiativen, der Senatsverwaltung und dem Bezirksamt Mitte endlich gelungen ist, aus dem vergessenen Ort einem Gedenkort zu machen. Schließlich war der Güterbahnhof Moabit der größte Deportationsbahnhof Berlins, von dem etwa 30.000 jüdische Menschen in Ghettos und Vernichtungslager gebracht wurden.
Etwa 120 Personen waren zur Einweihung gekommen und folgten aufmerksam den weiteren Beiträgen von Prof. Dr. Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, der Künstlern Francesco Apuzzo und Jan Liesegang (raumlaborberlin), die den Gedenkort gestaltet hatten, sowie von Schülerinnen und Schülern der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule.
Am Gedenkort sind 20 Kiefern gepflanzt worden, aus denen ein Kiefernhain entstehen soll. Unter den Kronen der langsam wachsenden Bäume soll sich hier über Jahrzehnte ein Raum der Erinnerung entwickeln. Weil das nicht von selbst passiert und die Bäume Pflege brauchen, mahnte Frau Weißler am Ende der Veranstaltung: „Passen Sie auf diesen Ort auf!“